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Besenreiser? Jetzt schon an den Frühling denken

Besenreiser finden sich bei gut 60 Prozent aller Frauen und Männer zwischen 20 und 29 Jahren. Sie sind also keineswegs nur ein Problem älterer Menschen. Sie treten gehäuft an den Beinen auf und verursachen in der Regel keine Beschwerden. Wer sich damit dennoch nicht abfinden will, kann schon heute, rechtzeitig vor dem Frühling, etwas dagegen tun. Der Venen-Spiegel sprach mit Dr. Michael Wagner, Venenspezialist und Präsident der Deutschen Venen-Liga e.V., einer der größten Patientenvereinigungen in Deutschland.

Was sind eigentlich Besenreiser?
Dr. Wagner: Besenreiser sind kleinste Adern in der Haut, die sich durch Elastizitätsverlust erweitert haben. Sie sind mit Blut gefüllt und daher durch die Haut als hellrote Gefäßbäumchen, dunkelblaue Äderchen oder rötliche Flecken sichtbar. Sie können ein Hinweis auf eine Venenerkrankung sein. Für die Diagnostik stehen uns Venenfachärzten sehr schonende Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung, die für den Patienten völlig schmerzfrei und risikolos sind. Die Erfahrung des Mediziners ist bei der Behandlung von großer Bedeutung, denn die Besenreisertherapie ist höchste Präzisionsarbeit.

Wie entstehen Besenreiser?
Dr. Wagner: Eine erbliche Veranlagung gilt als Hauptursache. Hinzu kommen weitere Faktoren, die ihre Entstehung begünstigen: Sonnenbäder, Saunen, Übergewicht, längeres Stehen oder Sitzen oder die Einnahme von Hormonen gehören dazu.

Wie behandeln Sie Besenreiser?
Dr. Wagner: Am häufigsten wird die Verödungstherapie eingesetzt, in Fachkreisen auch Sklerosierung genannt. Es handelt sich dabei um eine Behandlung, die in der Arztpraxis ambulant durchgeführt wird und ca. 15-20 Minuten dauert. Allerdings sind oft mehrere Sitzungen (in der Regel 2-4) nötig, um die unschönen Besenreiser nahezu vollständig zu entfernen. Da die Behandlung nur die oberste Hautschicht betrifft, spürt der Patient nur kleine Einstiche in der Haut. Eine Betäubung ist meistens nicht nötig.

Wie kann man Besenreisern vorbeugen?
Dr. Wagner: Da ist an erster Stelle Bewegung zu nennen. Besonders geeignet sind zum Beispiel Venen-Walking, Venen-Gymnastik, Schwimmen oder Radfahren - also alles, was die Blutzirkulation anregt. Bei stärkerer Belastung, wie z. B. langem Sitzen oder Stehen sollten Betroffene vorsorglich einen Stützstrumpf oder einen leichten Kompressionsstrumpf tragen.

Spezielle Broschüren zur Vorbeugung gegen Krampfadern können kostenlos angefordert werden bei der Deutschen Venen-Liga e.V. unter der gebührenfreien Hotline 0800 4443335 oder per E-Mail: info@venenliga.de.